Mein Tagebuch


Erster Arbeitstag...


08. Oktober 2014


Die Arbeitswelt hat mich wieder. Ich wurde ganz herzlich willkommen geheißen von meinen lieben Kolleginnen und Kollegen.


Dann wurde ich unter einem Vorwand in das Betriebsratsbüro gerufen. Ich hatte null Ahnung was dann auf mich zukam. Im Büro angekommen sehe ich meine Tochter Nadine und überlege was Sie hier will, ist was passiert oder..... weiter kam ich gar nicht, ich wurde ins nächste Zimmer "geschoben" wo der Betriebsrat und der General Manager von Amazon Koblenz auf mich mit dieser tollen Überraschung warteten. Ich war total überrannt. Dann kam die freudige Präsentation mit dem Ergebnis, das fast 500Euro gespendet wurden durch die 15 Cent Aktion von den Mitarbeitern, und der Betriebsrat hat auch noch jede Menge gespendet. Habe im Moment den Überblick verloren weil ich das gar nicht registrieren konnte, so überrascht war ich. Bea hatte extra Geldsäcken genäht mit dem Logo, Marco hat Kuchen gebacken mit dem Logo.


Ich habe jetzt noch Gänsehaut. Meine Tochter hat das gewusst und mir mit keiner Silbe was gesagt oder einen Hinweis gegeben.


Danke an Euch, an Bea, die trotz der vielen Arbeit die Sie hatte noch die Zeit gefunden hatte für solche tollen Geschenke, Danke an Marco für den superleckeren Kuchen und auch den mit dem tollen Bild, Danke an den ganzen Betriebsrat, das ihr immer die Tonne geleert habt und fleißig in meiner Abwesenheit gesammelt habt, Danke an alle Mitarbeiter von CGN1 Koblenz, denn ohne Euch wäre das ja nicht möglich gewesen, und Danke an Gregory, den Standort Manager für seine Unterstützung und sein Engagement.


Ihr seid alle SPITZE!!!

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wieder zurück...


03. Oktober 2014


...seit gestern Abend bin ich wieder im Lande.


Es war eine großartige Erfahrung die ich machen durfte. Werde lange von zehren.


Jetzt wartet der Alltag wieder auf mich, werde es langsam angehen. Ist natürlich viel liegen geblieben in den 6 Wochen. Werde so nach und nach Bilder reinstellen, muss erst mal alles durchschauen.


Nochmals vielen Dank für Eure Unterstützung.


Denke nächste Woche habe ich einen Überblick wie viel Spenden insgesamt zusammen gekommen sind und werde es dann natürlich hier und auf der Homepage veröffentlichen.


Jetzt ran an die Arbeit.


Euch noch ein schönes Wochenende

Achim

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Let´s go east...


30. September 2014


bin heute wieder in Santiago angekommen nachdem ich bis Montag in Fisterre war und gestern in Chee verbracht habe. Chee ist nicht wirklich sehenswert oder ein Platz wo man länger bleiben muss. War etwas enttäuscht, hatten mich ja schon Leute gewarnt. Nun bin ich zurück in Santiago und werde die beiden Tage hier noch Genießen und die Stadt unsicher machen, ist immer noch wunderschönes Wetter für Sonnenbaden. Werde mal in andere nicht so bekannte Stadtteile ziehen und schauen wie es dort ist.


Bin ja jetzt kein Pilger mehr, sondern Tourist!


Seit Montag gehe ich wieder zurück in östlicher Richtung.


Ist irgendwie ein komisches Gefühl, das jetzt alles vorbei ist. Ich registriere das noch nicht, da mir nichts weh tut oder ich auch nicht müde bin. Schon witzig nach 1000km. Hab da schon den einen oder anderen Traum geträumt.


Jetzt geht es ab in die Stadt.


Santiago ich komme....


In diesem Sinne, Euch noch eine schöne kurze Woche

Achim

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This is the end. Beautiful friend. This is the end. My only friend, the end.


26. September 2014


Das ist mir in den Sinn gekommen als ich heute in Fisterre angekommen bin. Schon komisch was einem alles einfällt, obwohl es schon ein paar Tage her ist das ich diesen wunderbaren Song von den Doors oder Jim Morris gehört habe.


Bin heute Morgen um 8.30 in aller Gemütsruhe losmarschiert. Habe mir wirklich Zeit genommen, ich glaube ich habe jeden Schritt bewusst wahrgenommen, so ist es mir jedenfalls vorgekommen. Wunderschöne Strecke, teils an der Küste vorbei, dann wieder Wald und Heide, alles wechselte sich immer wieder ab. Ja, und dann war ich um 12 Uhr angekommen, an meinem Ende des Weges. Des einen Weges.


Jetzt beginnt ein neuer.


Bin in die Alberque, habe eingecheckt und geduscht und dann durch den Ort. Bin ein bisschen enttäuscht, der Ort ist ziemlich heruntergekommen, war Muxia viel schöner. Naja, so ist es. Bin später hoch zum Kap gelaufen, was noch mal 4 km weiter ist. Habe dort meine letzten Handlungen für den Abschluss und den Beginn gemacht. Bei dem Wegweiser mit den 0,00km habe ich ein Bild gemacht mit meinen Wanderschuhen und dem T-Shirt was ich all diese Tage anhatte. Habe später auf dem Bild gesehen das ich die Schuhe in Richtung weg von den 0,00km gestellt hatte. Klar, wenn ich ankomme zeigt die Schuhspitze zum Stein, dann wäre es das Ende, da nicht mehr weiter geht.


Ich habe ohne zu überlegen oder mir Gedanken zu machen die Schuhe in die andere Richtung gestellt, also parat für den neuen Weg der bei 0 km anfängt. Irre. Dann habe ich das T-Shirt noch verbrannt mit ein bisschen Wehmut. So ist es wenn man altgewohntes verlässt und was Neues anfängt. Der ganze Tag war melancholisch. Habe den Sonnenuntergang noch miterlebt und dann wieder zurück.


Mal schauen was ich morgen mache, ob ich noch hier bleibe oder Morgen schon nach Chee gehe.


Ich habe es glaube ich noch nicht so ganz realisiert, brauche noch ein bisschen, bin halt ein Spätzünder.


Euch allen ein schönes Wochenende
Achim

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Nur noch ein kleines Stückchen...


25. September 2014


bin heute Morgen um 9 Uhr gestartet, nachdem ich gefrühstückt hatte. Wunderschöne Strecke, ein Stück der Küste entlang und dann ab in den Wald und durch die Heide. Herrlich dieses Farbenspiel bei d e r Sonne. Bin kurz vor 12 Uhr in Lires angekommen.


Hab erst mal einen Kaffee getrunken, ein Sandwich gemampft und dann noch ein bisschen rumgewandert, hatte mich noch nicht so richtig entschlossen hier zu bleiben. Nachdem ich die Bucht mit Sandstrand und felsiger Küste ausgemacht hatte, war klar, ich bleibe doch. Hab nur meinen Rucksack ins Zimmer gestellt und dann wieder zur Bucht. Dort 1.5 Std. alle viere von mit gestreckt und die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Dann in die Bar, die an einer kleinen Anhöhe war und paar Bier getrunken und dem Meer zugeschaut. Anschliessend ins Zimmer, umziehen, duschen und dann mich entschieden nochmal zum Strand zugehen um den Sonnenuntergang zu sehen. War wieder einzigartig. In den Ausläufen von der Bucht hat es nur so gewimmelt von Fischen. Die konnte man mit dem Sieb rausholen, ohne Anstrengung. Später beim Zurückgehen habe ich bemerkt wie stark die Ebbe ist. Mit welcher Geschwindigkeit das Wasser zurückläuft. Ist für einen Landmenschen wie mich schon beeindruckend.


Zurück im Hotel noch einen gemischten Salat und frittierte Calamari gesessen, war lecker. Werde jetzt gleich ins Bett gehen und morgen so um 9 Uhr wieder starten. Gehe aber an der Küste entlang, da der Weg viel schöner sein soll, sind auch nur 15km und dann bin ich am Ende angelangt.


Schönen Restabend noch

Achim

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Sunset...


24. September 2014

 

bin eben gerade von dem Naturschauspiel und Intermezzo Atlantik gegen Küste zurückgekommen.


Habe den Nachmittag auf dem kleinen Hügel verbracht und anschließend im Städtchen bei Kaffee con Lecha und einem kleinem Bier. Um 19 Uhr bin ich dann wieder auf den Hügel aber abseits der Leute und bin in die Pampa geklettert. Hatte vorher noch 1 Fl. Rotwein gekauft, ich hier oben geöffnet und genossen habe.
Es ist einfach unglaublich, wenn man dem Meer zuschaut. Es sagt Dir das gleiche wie das Leben. Gehe (schwimme) Deine Welle um dann wieder ein Stück zurück zu gehen um mit neuer noch größerer Energie Deinen Weg zu gehen. Alles was sich Dir in den Weg stellt um Deinen Plan zu erfüllen, umgehst Du oder überspringst Du, wie die Welle. Es ist unglaublich. Und dieses Rauschen, krachen dazu..... Habe dort 2 Std. verbracht um den farbenprächtigen Sonnenuntergang mitzuerleben.

 

Bin ja sonst kein Meermensch, (Schwimmen oder Sonnenbaden Stundenlang), aber wandere am Meer oder einfach nur zuhören ist absolut meins. Ja, wie Ihr merkt, geht es mir gut und ich habe noch eine volle Woche und das dauert noch gaaaaaaannnnnz lange . Morgen geht es nach Isre, 15 km von hier, auch an der Küste. Auch entspannen und relaxen angesagt, soll ein schöner Weg entlang der Küste sein.

 

Werde so um 9 Uhr so gehen, ich weiß, dann seid Ihr Armen schon alle nassgeschwitzt vom Arbeiten.


Denkt dran, die Woche wird heute geteilt, viel Spaß

Achim

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Muxia...


24. September 2014


...ja, haben vorgestern einen zünftigen Abschluss gefeiert. Gestern haben sich unsere Wege getrennt. Ich gehe nach Muxia und 95% nach Finisterre. Wieder mal bezeichnend für mich. Am Anfang war es schon ein komisches Gefühl, alleine unterwegs zu sein, vor einem keiner und hinter einem auch nicht, bist Du richtig? Ist so wie im richtigen Leben, immer wenn ich Neuland betreten habe, hatte ich ein beklemmendes Gefühl mit der Frage, ist das richtig was Du machst, kannst du das überhaupt und so weiter. Spätestens wenn dann jemand kam, einem alles erklärt hat, seine Hilfe angeboten hat oder sonst wie, wusste ich okay, ist gut so wie Du das machst und habe mich dann sicherer gefühlt und angenommen. Wenn ich dann mich auskannte, lachte ich über mich selbst, wie ich mich so "anstellen „konnte. So ist es auch jetzt, Die Unsicherheit, "bist Du auf dem richtigen Weg?" und so weiter, bis dann das erste Zeichen wieder gekommen ist und ich erleichtert war das ich den Weg gefunden hatte. So wandere ich ganz entspannt weiter und genieß die Natur. In dem nächsten größeren Dorf gehe ich in den Supermarkt und kaufe ein paar Dinge zu essen. Gehe frohgelaunt weiter und esse einen Schokodonuts, als was unschönes passierte:


Ich sehe von rechts 2 Hunde den Hang runterkommen und sehe auch das da keine Mauer oder Absperrung ist, aber bisher hatte ich ja nie Probleme gehabt. Esse meine Donuts weiter und denke die wollen bestimmt ein Stück abhaben. Pustekuchen, ohne Vorwarnung hat mich der größere von beiden ins Bein gebissen, erst dann hat er geknurrt und gebellt. Ich war so erschrocken, das ich wie an gemauert stehengeblieben bin, Das Ganze war eine Sache von Sekunden, hab dann um mich getreten und geschrien und dann hat er aufgehört. Bin dann noch was weiter gelaufen aus dem Ort raus um zu sehen was der Hund angerichtet hat. Hat mich mit 2 Zähnen tiefer erwischt, blutet, wird ein bisschen dick tja und tut ein bisschen weh. gehe weiter. Später treffe ich noch 2 Bekannte und laufe die letzten 12 km mit ihnen. Hier in Muxia angekommen habe ich nach duschen erst wirklich gesehen wie tief das ist, und es geht nicht zu. Hab Desinfektion mittel nochmal draufgetan, Tinktur, damit keine Entzündung rein kommt und ein Pflaster drauf gemacht.


Muxia ist ein schönes Fischerdörfchen. Es ist sehr windig hier und leicht kühl, die Sonne kommt noch nicht richtig durch, aber trotzdem ein Glücksgefühl an der Küste angekommen zu sein. Sehr schöne Unterkunft gefunden mit Blick aufs Meer. Am Abend gehe ich mit 2 Bekannten raus um einen schönen Platzt für den Sonnenuntergang zu finden. Hier ist die Küste ein bisschen felsig. Das Meer rauscht mit aller Macht gegen die Felsen und die schäumende Gicht gibt ihren Kommentar dazu. Die kreischenden Möwen und die Sonne die so langsam immer tiefer fällt, in der Ferne Fischerboote. Boa was für eine Szenerie. Ich sauge alles in mich auf, atme ganz, ganz tief ein. Woow. Das hoffe ich heute nochmal Genießen zu dürfen, habe mir einen freien Tag hier gegönnt und werde ein bisschen an den Strand gehen, die Umgebung erkunden und heute Abend essen gehen. Waren gestern noch ganz lecker Meeresfrüchte essen. Da ich keine Ahnung habe, habe ich mich auf meinen Bekannten, den Franzosen Marc verlassen und mit ihm ausgemacht, das er bestellt was er essen möchte und das Ganze für mich mit. Probiere gerne alles aus, und wenn ich dann jemand habe der mir zeigen wie man was isst...... War hervorragend, Salat mit vielen Meeresfrüchten und anschließend Tintenfisch, dazu einen leckeren Weißwein und zum Dessert Käsekuchen und zum abrunden einen heimischen Likör. Hab ich Euch den Mund wässerig gemacht???


War aber auch wirklich ein toller Abschluss. Marc geht heute weiter nach Finisterre und ich bleibe noch hier. Morgen gehe ich nur 15 km der Küste entlang, soll wunderschön sein, relaxe den Rest des Tages in einen kleinen Dorf von 20 Häusern, aber einer schönen Bucht und einsame Strände. Freu mich, das Wetter spielt auch mit, zumindest heute, die Sonne ist das und nicht mehr gerade so windig. Werde die letzte Tage schön langsam machen, um nochmal alles auf mich wirken lassen.


Euch noch einen schönen Tag

Achim

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Again...


22. September 2014


bin heute Morgen erst um 8.10 Uhr gestartet. Habe es langsam angehen lassen. Später habe ich dann gemerkt dass ich wieder mein Tempo laufe. Ich akzeptiere es. Es ist mein Tempo und mein Weg, ich lass es laufen. 15.10 Uhr und 34 km später bin ich in Oleivero. Habe meine Route für morgen geändert.


Morgen werde ich nach Maxima gehen und dann erst nach Finesterre. So habe ich einen wirklichen Abschluss. In Finisterre steht ein Stein mit 0,00 km. Da ist Ende. Da fängt der neue Weg für mir an. Denke so ist es gut und schlüssig für mich. Morgen sind nur ca. 30 km. Hoffe das Wetter wird besser und mehr Sonne, das ich Muxia am Strand genießen kann. Heute war perfektes Wetter zum Gehen, leicht bewölkt und ein Lüftchen. Heute war auch wieder alles gut beim Laufen, hat wieder Freude gemacht.


Hab wieder Bekannte getroffen, mit denen ich heute das ein oder andere Bier trinken werde, da ich sie nicht mehr sehen werde, dass sie nach Finisterre gehen. Werde in Muxia vielleicht ein Ruhetag einlegen, wenn das Wetter mitspielt, mal schauen. Freue mich schon an die Küste zukommen.


Euch allen viel Spaß bei dem was Ihr gerade macht

Achim

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Sonn-tag,


21. September 2014


heute war sie wieder da, mit aller Kraft und dazu strahlend blauer Himmel, Santiago hat mich toll verabschiedet.


Gestern Abend noch viele Freunde getroffen und zusammen was unternommen. Bin gegen 0 Uhr zurück in mein Bett und heute Morgen erst um 8.30 Uhr aufgestanden. Rucksack fertig gemacht, Sachen die ich die nächsten Tage nicht brauche raus, und dann runter, raus zum Kaffee trinken und es geht weiter, die nächsten Bekannten. Mittlerweile wundert es mich nicht mehr, ist normal dass Du Leute triffst, die Du 4 oder 5 Tage schon nicht mehr gesehen hast. 12 Uhr Messe, auch da wieder Leute getroffen die ich schon länger nicht mehr gesehen habe. Sehe zum 2. Mal das Kesselschwingen, hat auch nicht jeder. um 14 Uhr marschiere ich dann los Richtung Ende der Welt. Will 10 oder 15 km gegen.


Nach 2 Std. und 10 km entscheide ich mich weiter zu gehen mit der Gewissheit weitere 12 km zu gehen, da keine Übernachtungsmöglichkeit besteht. Der Weg nach Finisterre ist nicht überlaufen, man trifft kaum Leute und der Weg ist verhältnismäßig sauber, toll. Es geht steil bergan und will überhaupt nicht enden. Warum tue ich mir das bloß an, war doch an meinem Ziel.


Ne, mein Ziel ist das Ende der Welt, Finisterre. Also weiter, auch heute gehe ich die Strecke in einem durch, trinke aber meine Flasche leer, bin doch noch lernfähig. Hier angekommen, weiß gar nicht wie die Stadt heißt, irgendwas mit Negeira oder so, werde morgen nachschauen, hier schläft schon alles.


Habe wieder Bekannte getroffen und auch eine neue Bekanntschaft gemacht mit einem Slowenen. Interessante Gespräche beim Abendessen geführt. Morgen will ich nicht vor 8 Uhr weiter, mal schauen ob es klappt.


Euch wünsche ich einen schönen Start in die neue Woche, haut rein

Achim

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ganz entspannt...


20. September 2014


war gestern Abend noch in der Pilgermesse mit Kesselschwingen. Die Kathedrale war proppe voll. Mir persönlich hat es nicht so gefallen, war zu unruhig, tja ist halt so in großen Kirchen. Bin dann anschließend noch durch die Gassen geschlendert und hab die Leute beobachtet, in den Lokalen, wie auch draußen, so was liebe ich. Heute Morgen war ich dann um 7.15 zur Kirche gegangen, hatte gestern gesehen dass um 8 Uhr ein deutschsprachiger Gottesdienst stattfindet. Danach war mir zu Mute, das brauche ich jetzt. In der Kirche waren höchsten 30 Leute, klasse, konnte mir alles in Ruhe anschauen, zum Grab gehen, in das Allerheiligste, wo gestern die Menschen noch Stunden für anstehen musste. Tja, "Der frühe Vogel fängt den Wurm". Anschliessend noch ein bisschen meditieren oder innere Betrachtung gemacht. Dann in den German Gottesdienst. Kleines Seitenportal. Wir waren mit 10 Pilgern. Wunderschön. Bin wirklich kein Kirchgänger, war bestimmt schon zig Jahre nicht mehr drin. Diesen hier habe ich genossen. Der Priester hat das ganz toll gemacht. Von der Opferzubereitung bis zur Kommunion standen wir alle im Kreis um den Altar, wie eine Familie. Das war meins, klein aber sensationell inspirierend. Ein Pilger sollte die Lesung lesen, und da alle gleich hier geschrien haben, hab ich mich dann gemeldet. Weiß nicht was in mich gefahren ist. Nach der Messe bin ich noch zum Pilgerbüro und auch dort waren nur 12 Pilger vor mir, wo gestern hundert und mehr im Regen gestanden und gewartet hatten.


Alles passiert zu seiner Zeit. Hab noch einige Bekannte getroffen, hab mich mal rasieren lassen, konnte mich selbst nicht mehr sehen, jetzt kann ich wieder unter die Leute. Werde heute ganz entspannt dem Treiben zu schauen und Santiago genießen.


Ehrlich, so richtig ist das noch nicht drin in mir, dass ich hier bin. Bin nicht kaputt, müde oder so, könnte einfach weiter laufen, kann nicht verstehen das man nach über 800 km so fühlt, was aber wunderschön ist.
Euch allen einen strahlenden Samstag und Sonntag, werde morgen weitergehen und mich dann von unterwegs melden.


Vielen Dank für die vielen Spenden die eingegangen sind. Freue mich so viele Unterstützer für die Kinder gefunden zu haben.

Achim

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Santiago weint...


19. September 2014


...vor Freude das ich es geschafft habe.


Ich bin angekommen, ich habe ich geschafft, bin stolz auf mich.


Möchte Euch allen Danke sagen für die tolle Unterstützung die Ihr mir gegeben habt und somit mir es immer wieder leicht gemacht habt weiter zu gehen. D A N K E. Werde gleich mal nach der Spendenrakete schauen.
Ich weiß noch nicht was eingegangen ist, trotzdem möchte ich Euch allen Danken. Ist wieder ein Schritt näher meinen Traum Wirklichkeit zugeben und hoffentlich schon nächstes Jahr.


Für diesen Traum ist der Weg hier in Santiago noch nicht zu Ende, sondern für meinen Traum werde ich noch bis ans Ende der Welt gehen.


Finisterre. Sind nochmal ca. 100 km weiter, aber das gönne ich mir. Ist doch genial, oder? Ich freue mich riesig, habe die ganze Zeit daran gedacht, wollte aber zuerst mein erstes Ziel erreichen.
Übrigens hat sich die Sonne für Morgen angemeldet.


Heute ist mir was Supertolles passiert.


Auf dem Weg, war heute der Morgen wo ich nicht so richtig in die Pötte kam, obwohl es nur noch 20 km waren. Hab mich dann aber selber in den Hintern getreten und los ging es. Hab mir ausgerechnet dass ich um 12 Uhr an der Kathedrale bin. Auf dem Weg dorthin habe ich mir überlegt was ich zuerst mache. Suche mir zuerst eine Pension, will ein Zimmer für mich haben, die nächsten 2 Tage und dann gehe ich zum Pilgerbüro. Die anderen sind um 12 Uhr in der Messe und so wird nicht so viel Andrang sein. wollte so 2 oder 2 km vorher mir was suchen. Hat nicht so geklappt und so stand ich schon in Sichtweite der Kathedrale. Habe in einer Pension nachgefragt, er fragt mich ob ich reserviert hätte, natürlich nicht, dann sind Sie ausgebucht. Wie ausgebucht, ich bin doch noch früh. Er ruft noch einen Kumpel an der noch ein Zimmer für 28 Euro hat, ne ist mir Zuviel. Gehe in die nächste Pension, das gleiche, ausgebucht. Man sagte mir das an diesem Wochenende ein Pilger und Touristen Kongress stattfindet, und deshalb alles voll ist. Na toll, muss ich doch in eine Alberque gehen, schießt es mir durch den Kopf. Ich gehe weiter und sehe ein kleines unscheinbares Schild mit Pension. Ich gehe weiter, bleibe stehen und denke bei mir, 1x fragen kannst noch. Gehe rein, am Tresen steht eine alte Frau. Ich frage ob Sie ein Zimmer hat für mich. Sie sagt ja und bemustert mich von unten bis oben. Ich schiebe direkt hinterher für 2 Tage und ich bin alleine. Sie sagt 25 Euro. Ich sage das sprengt eigentlich mein Budget. Sie fragt mich 2o? Ich sage schnell zu. Sie zeigt mir das Zimmer, bezahlen später. Kürze ein bisschen:)


Nach dem frischmachen bin ich runter, sie gibt mir einen Zettel zum Ausfüllen, alles in Spanisch. Sie hilft mir mit englisch nach. Dabei kommen wir ins Gespräch und ich erzähle ihr dass ich mich für die Kinder auf dem T-Shirt was ich trage und Sie die ganze Zeit angeschaut hat mich einsetzte. Sie fragt mich ob das ankommt, Ich weiß nicht was sie will, sie fragt mich noch mal ob das dort ankommt. Woher weiß sie das ich Spende sammele für die Kinder, habe nichts davon erzählt und es steht auch nirgends drauf. Sie sagt ich brauche nichts für das Zimmer zu bezahlen, Sie spendet das Geld für die Kinder und hofft dass es dort ankommt. Das versichere ich Ihr nochmal.


Unglaublich in einer Großstadt, dazu die drittteuerste in Spanien nach Madrid und Barcelona und dann so was. Bin jetzt noch zu Tränen gerührt wenn ich daran denke.


Soll ihr dann, wenn mir es gefallen hat ihre Pension weiter empfehlen. Klar, gerne doch.


Kurze Zeit später ist es soweit. War nochmal zurückgegangen zum Zimmer. Auf dem Weg ins Centrum steht paar Meter von der Pension eine Frau da und schaut sich so fragend um. Ich gehe weiter, bleibe stehen, gehe zurück und denke vielleicht kann ich ihr ja helfen. Blödsinn, wie will ich ihr helfen, hatte ja selbst Probleme meine Pension wieder zu finden, sieht ja alles gleich aus. Ich frage sie in meinem perfekten englisch: May i can help you? Vielleicht sie sucht ein Zimmer. Da kann ich helfen. Ich sage ihr das sie mir folgen soll ich weiß wo sie ein Bett findet. Ungläubig und ein bisschen ängstlich geht sie hinter mir her. Komme mir vor wie ein Schlepper. Sage ihr hier um die Ecke ist es. Eine wunderschöne Pension von einer alten Dame geführt. Ich klingele und wir warten. Eigentlich will sie gehen. Ich sage ihr dass ich auch ein Pilger bin und heute erst angekommen bin und in dieser Pension ein Zimmer habe. Sie wirkt jetzt ein bisschen erleichtert und erzählt mir von einem Unfall den Sie hatte mit dem Auge, als die alte Dame kam und uns unterbrach. Ich präsentierte voller Stolz mein "Opfer" und erzählte ihr dass sie ein Zimmer sucht.
Ist doch schon verrückt was einem alles passiert.


Morgen geht es in die Kirche um 12 Uhr und zum Pilgerbüro und dann mal schauen.


Euch allen ein schönes Wochenende und nochmals vielen, vielen Dank für die tolle Unterstützung

Achim

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Einmal werde ich noch wach...


18. September 2014


....heissa dann ist An-Komm-Tach.


Tja, morgen ist es so weit. Bin heute Morgen in Melide um 7.15 Uhr gestartet. Konnte nicht mehr schlafen, da ich 2 Mann in der Bude hatte, die die ganze Nacht im Wald gearbeitet hatten. Also los, früher als ich wollte. Es fängt an zu regnen und hat auch den ganzen Tag nicht mehr aufgehört. Wie sich doch alles zusammenfügt. So einen Regentag hatte ich in meiner Sammlung noch nicht. War eine gute Erfahrung. Ist ein bisschen anstrengender, da alles voll Matsch ist und auch auf den Wegen das Wasser läuft. Macht unterschiedliche Musik, ob Du im Wald läufst oder an Maisfeldern vorbei oder durch Ortschaften.


Bald bin ich auch von innen feucht, da es warm ist. Mache nach 15 km eine kleine Kaffeepause und dann weiter. Ist schon komisch, gestern oder vorgestern wollte ich gar nicht ankommen und heute genau das Gegenteil. Na, was dann jetzt. Bin heute 30 km gewandert und habe so Morgen 20 km und werde um die Mittagszeit Santiago erreichen.


Hoffe nur das dann meine Freundin die Sonne mich wieder begleitet, so ein Regentag reicht doch, oder? Warten wir's ab.


Heute mache ich nichts mehr, Füße hoch und später noch was Essen.


Bis Morgen

Achim

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Finale Countdown,


17. September 2014

 

in der Aberque Paloma y Lena haben wir alle zusammen, Franzosen, Amerikaner, Hollaender und wir deutsche Abend gegessen, Köstlich, Linseneintopf, Salat, dann so eine Art Kuchen mit Lauchgemüse und das gleiche mit Kartoffeln und Obst. Hab mir den Bauch richtig vollgeschlagen, wie bei Muttern. Der Hollaender hat dann seine Klampfe ausgepackt und Let it be geschmettert, woow. Anschließend noch ein paar andere Einlagen. Habe mich mit einem Schwaben unterhalten, der Von Burgos aus mit seiner Frau nach Santiago und Finisterre gelaufen ist und seine Frau von Santiago wieder zurückfliegen muss um zu arbeiten. Da er nicht mehr arbeitet, läuft er den ganzen Weg zurück nach Künzelsau, über 2000km und will Weihnachten zuhause sein. Was sind da meine 800 km. Nein, es geht nicht um km, es geht um den Weg, um das gehen. Er erzählt von seinen Eindrücken, ist der 3. oder 4. Tag rückwärts. Er ist begeistert, er schaut in die Gesichter der Pilger und sieht deren Ausdruck. Wenn man in eine Richtung kaschiert sieht man das nicht, man begrüßt sich, redet miteinander, sieht aber nicht so intensiv den Gesichtsausdruck. Viele sind besorgt, ob er was vergessen hat oder ob es ihm nicht gut geht, schließlich geht er doch in die "falsche Richtung". Man sieht wie wir Menschen konditioniert sind. Und er trifft die Menschen nur einmal, da kaum welche zurückgehen. Welche Erfahrungen. habe ihn gebeten mir zu berichten.

 

Morgens k o s t e n l o s e s Frühstücke, Kaffee, Kakao, Brot, Müesli. So gestärkt kann der Tag beginnen. Tut er auch, ein bisschen wässrig. Ziehe meine Jacke an und das Cape für den Rucksack und los, 7.45 Uhr, werde immer später. In der nächsten Stadt wieder alles runter, ist zu warm, und wenn ich nass werde, bin ja nicht aus Zucker. Heute sind sehr viele Spanier unterwegs. Die letzten 100 km nutzten sie um die Campostella zu bekommen. Ist hier wie auf einer IVV vor 20 Jahren. Muss mich erst dran gewöhnen. Ziehe so weiter mit der Gewissheit heute unter die 100 km zu kommen. So marschiere ich weiter bis Portomarin. Dort fängt es leicht an zu regnen und kurz kommt der Gedanke auf hier Quartier zu beziehen, aber nur kurz. Nein ich gehe weiter, da ich denke all die anderen bleiben hier, also finde ich im nächsten Dorf wieder eine schöne Herberge. Gesagt, getan, wunderschöne Alberque mit lauter netten Pilgern, tolles Abendessen, tolle Gespräche, das war in Gonzar. Heute Morgen weiter, mal schauen wo die Füße mich hin bringen. Ist jetzt schon komisch. Ich will nicht dass ich ankomme weil es gut tut, weiß aber das nichts aufzuhalten ist.


Freue mich andererseits, denn dann werde ich zum ersten Mal seit ich losmarschiert bin auf die Spendenrakete schauen und sehen was ich erreicht habe. Egal was, ich freue mich für die Kinder, denn es ist ein Schritt näher, Ihnen eine Chance auf ein Leben in Fürsorge und Geborgenheit mit Liebe und allem was dazugehört zu ermöglichen. Bin jetzt in Melide, was so 50 km vor Santiago de Compostela ist. Mal schauen was heute Abend noch passiert, laufe noch ein bisschen durch den Ort und morgen, langsam weiter

Achim

feiert heute schon, denn es ist Mittwoch und die Woche wird geteilt, das Wochenende naht mit großen Schritten

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auf und nieder, immer wieder,


15. September 2014


nachdem ich mich gestern einmal richtig geärgert habe und dann Internet ausgemacht habe, da keine gescheite Verbindung zustande kam, habe ich Abendbrot gegessen, und noch ein bisschen innere Betrachtung betrieben, war mal nötig.


Heute Morgen dann um 6.15 aufgestanden, da alles schon auf war und auch Licht angemacht hatte und ich mich morgens so früh nicht gern ärgre bin ich dann runter in der Hoffnung das Frühstück wär schon fertig. Pustekuchen. Um 7.05 ging in einen Zimmer mal Licht an. Ich bin dann losgezogen, da es mir zulange gedauert hätte bis alles fertig gewesen wär. Ist kühl draußen und ich ziehe zum ersten Mal einen Jacken an. Marschiere los im Halbmond, der kräftig scheint und dem Sternenhimmel. Ist zwar bewölkt aber trotzdem schön. So marschiere ich in Galicien ein, ohne den Grenzstein zu sehen. Egal, ich bin da.


Im nächsten Ort der 40 Einwohner zählt, in der einzigen Bar mind. so viele Pilger ihr Frühstück einnehmen oder wollen, ne, ist nichts für mich, brauch meine Ruhe und so marschiere ich weiter. Es wird heller, in den Orten hier die alle sehr klein und beschaulich sind, so 15 bis 20 Häusers, ist es schwierig eine Kaffeebar zu finden. Schließlich gelingt es mir doch, so gegen 9 Uhr. Wunderschöne kleine Bar. Aber ich hatte nicht alleine diese Idee. Sehr voll, egal es ist ja schon später und ich brauch jetzt den Kaffee. Darf auch direkt bestellen und bekomme auch recht schnell serviert. Lecker!! So gestärkt geht es weiter.


Habe heute kein richtiges Ziel, denke so 25 oder 28 km. Es sind sehr viele Spanier jetzt unterwegs und das dann in Gruppen, größere und kleinere und in der Lautstärke. Also mehr Tempo und vorbei um dann später wieder die Stille und die Natur zu Genießen. Es geht weiter hoch auf 1317 Meter um dann auf ca. 650 m zu fallen und dann wieder zu steigen, heute mache ich richtig viel Höhenmeter. Läuft aber gut. Bin um 11.30 nach 28 km am Ort wo ich eigentlich übernachten wollte und da es kein eigentlich gibt, gebe es hier auch keine Übernachtung. Ne, ist zu früh, gehe weiter, mal schauen wohin die Füße mich bringen. Dann sehe ich in meinem Reiseführer eine schön Alberque die ich in 10 km Entfernung erwartete, hab mich verlesen, waren 15 km. So bin ich dann heute mal wieder mehr als ich wollte gelaufen, 40 km und war um kurz vor 15 Uhr hier. Wunderschön mit Hängematte und so, die ich jetzt gleich noch nutzten werde, ich war der vorletzte der noch ein Bett bekommen hat. Hatte es ja schließlich beim Universum bestellt.


Noch was, was ich gestern schreiben wollte. Der Sage nach plant ein Pilger wenn er nach Hause kommt seine nächste Tour. Schöne Aussichten
Achim

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hab jetzt 15 minuten,


14. September 2014


gebraucht um den Artikel zu Posten, ging ja von Kenia besser.


Heute Morgen nach einem ausgiebigen Frühstück gestartet. Hab mir noch mal eine anspruchsvolle Route ausgesucht, 2 Berge. sind ja die letzten. Heute ist mein Tag, spüre das, macht Spaß, nein bringt Freude, Glücksgefühl, Zufriedenheit?? nennt s wie ihr es wollt. Gleich am Anfang geht es 15 bis 18 % Steigung oder noch mehr. Gehe zügig los. Einfach klasse. Es lohnt sich, diese Aussicht, der Weg windet sich den Berg hoch, unten sieht man die Schnellstr. wo der andere Weg entlang geht. Gott, ist das schön, ruhig, alleine mit der Natur. Es ist sehr bewölkt und später beim Abstieg fängt es an zu Regnen. Ich mache das Cape über den Rucksack, ziehe aber kein Cape an, wird nur der Nebel sein. Nein ist er nicht 2 Std. Landregen, bin patsche nass, freue mich wie ein Froschkönig, sehe immer den blauen Himmel oder zumindest ein Stück davon vor mir, aber es regnet sicher erst mal aus.


Forciere mein Tempo. Irgendwann werde ich wieder trocken um wenig später wieder nass zu werden. Der 2. Anstieg lässt dem Ersten nichts nach, immer noch flottes Tempo, ich brauche das, will mich nochmal richtig auspowern, oder ausleben, genieße diese Art von wandern, andere würden sagen, jetzt hast ihn erwischt. Nach 6 Std. wandern ohne Pause, ohne trinken komme ich an meinem Tagesziel an. Eine wunderschöne Albere mit Einzelbetten wartet auf mich. Welch ein Luxus. 28 km liegen hinter mir und jede Menge Höhenmeter. Zu was ein Mensch in der Lage ist, wenn er Freude hat. Sagenhaft.


Gut mit dem Internet klappt nicht so, musste meinen Ärger mit einer Flasche Rotem runterspülen, was jetzt keine Qual war. Nur noch 155 km liegen vor mir. Unfassbar, und ich bin ein bisschen betrübt. Mit der Gewissheit aber, dass ich eine Chance genutzt habe, für die ich unendlich dankbar bin, das ich sie bekommen habe. Ich werde die nächsten 6 oder 7 Tage bis Santiago noch bewusster oder intensiver erleben. Ob ich nochmal losziehe, die Sage sagt

Gruß Achim


one hundred miles,


14. September 2014


hatte gerade meinen Bericht von den letzten 2 Tage geschrieben, als der Strom ausfiel, bin hier in dem Gebirge, und alleine Internet zuhaben oder dich mit FB zu verbinden dauert 6 bis 8 Minuten. 20 Min kosten 1 Euro. toll. Alles weg.


Jetzt muss ich erst mal einen Roten trinken, melde mich später oder morgen wieder wenn ich in Galicien bin. Muss das erst mal verkraften, nach 6 Std, Wanderung ohne Pause und teils im Regen.


Trotzdem nur noch 155 km bis Santiago.


Gruß Achim


again, nochmal...


14. September 2014


hab in Ponferrada noch zu Abend gegessen nachdem ich ein bisschen Sigt...nein in Deutsch, nachdem ich die Stadt ein bisschen erkundet hatte.


Essen war lecker, inkl. dem Roten. am Morgen wollte ich zwischen 7 und 7.30 Uhr frühstücken, keine Chance in einer Stadt mit 65.000 Einwohner. Da lob ich mir meinen Bäcker um die Ecke der Sa. morgens um 6.15 Uhr mit frischen Sachen auf Kundschaft wartet.


Man schätzt erst den Wert einer Sache wenn man sie nicht hat. Um 9 Uhr dann Frühstück in einer kleinen Bat mit frischem Chokocrossaint und Kaffee, jetzt kann der Tag beginnen. Marschiere mit einem Mann aus Regensburg noch ein Stück weiter um später mit einem aus Italien und Mittel- oder Norddeutschland weiter zu ziehen bis zum Etappenziel.


Wir gehen eine Nebenroute, haben ja Zeit. Durch die Weinberge, ganz fantastisch. In Villafranca del bierzo angekommen, übliches Ritual, Bett beziehen, duschen, Wäsche waschen in die Stadt gehen. Heute ist Patronatsfest hier. Suche vergeblich nach Internet. Relaxe und schaue mir meine über 500 Bilder zum ersten Mal an. Gänsehaut pur, hab ein paar schöne Aufnahmen dabei, soweit sich das von der Kamera beurteilen lässt.


Treffe noch Bekannte und man schnackt zusammen. Später in der Alberque gemeinsames Abendessen, köstlich, auch der Rote.


Gruß Achim


Berg auf, Berg ab,


12. September 2014


bin heute in Ponferrada angekommen. Von hier aus sind es noch 210 km.


Heute war es steinig und es ging teilweise auf abenteuerliche Pfade bergauf und ab. Wobei mir das bergab mehr zu schaffen macht. War wieder wunderschön. Jeden Morgen den Sonnenaufgang zu erleben und jedes Mal anders, es ist einfach ein Wunder. Hier oben im Gebirge wird mir das noch bewusster. Früher war ich in meinem Hamsterrad gefangen und hatte für so was keine Zeit oder Idee. Gott sei Dank, habe ich meine Einstellung geändert und erlebe alles viel bewusster. Hab heute Morgen eine halbe Std. draußen gesessen und den anderen zugeschaut, wie sie hektisch ihre Sachen gepackt haben und losgezogen sind. So war ich vor 2 Tagen auch noch. Jetzt sitze ich hier und warte in aller Ruhe bis um 7 Uhr die Bar für das Frühstück aufmacht. Morgen gönn ich mir eine kleine Tour, 25 km sollen es werden. In diesem Ort soll es die beste Paella von ganz Spanien geben und der sie macht ist hier überall bekannt.


Gestern bin ich bis nach Rabanal gewandert, was ein kleines Bergdorf ist. War dort in der Klosterkirche zum Abendgebet. Anschliessend habe ich mir regionale Spezialitäten schmecken lassen und einen Krug Roten. Kann das Leben so schön sein. Heute relaxe ich noch ein bisschen, massiere mir die Füße, dass sie auch noch die restlichen200 km durchhalten und dann mal schauen.


Morgen ist ist meinem Dorf, in Beltheim Hammelfest. Immer ein Super Event. Kann leider dieses Mal nicht dabei sein. Muss wieder 2 Jahre warten, da es nur alle 2 Jahre stattfindet.
Da solltet ihr alle hingehen. Da rockt der Baer.


Wünsche Euch beim Hammelfest viel Erfolg, obwohl Ihr den habt, und trinkt einen für mich mit. Bin in Gedanken bei Euch.

Achim Fuchs


werde überholt,


10. September 2014


und es macht mir überhaupt nichts aus.


Unglaublich, hatte letzte Nacht himmlisch geschlafen, bin erst um 6.30Uhr aufgestanden. Habe mich heute an meine eigene Abmachung gehalten, langsamer zu wandern, habe eine Pausen gemacht und es war schön. Heute wieder wie ausgewechselt, voll Freude, ja und Dankbarkeit, dieses Geschenk des langsamer gehen anzunehmen. Hatte heute mich die ganzen 38 km mit mir selbst beschäftigt, unglaublich was da für Gedanken und Erkenntnisse kommen, einfach nur Woow. Komme so langsam zu mir. Nur wenn das in dem Tempo so weitergeht, werde ich wohl noch zurücklaufen müssen.


Das ich heute meine Gedanken hier nicht kundtun werde, ist dem geschuldet, das es sehr private Gedanken und Erkenntnisse waren, die ich vielleicht später mal veröffentlich. Alles hat seine Zeit. Die Sonne ist mein Lieblingsstern und zeigt sie mir jeden Tag, auch heute wieder mit voller Kraft. Ich liebe es. Morgen noch mal 38 km relativ flach und dann geht es ins Gebirge. Heute bin ich in der Albergue.


 www.alberguevillaresdeorbigo.com.


Eine kleine schnuckelige von einem holländischem Paar geführt. Super toll. Und morgen früh gibt es erst um 7 Uhr Frühstück, also kann ich nicht vorher los, soll super lecker sein. Genieß noch den Abend und lass es mir gut gehen.


Achim


that´s Life


09. September 2014


gestern war ein bescheidener Tag, nachdem ich am Sonntag Bergfest gefeiert hatte und mir es gut ging bin ich am Montagmorgen um 5.30 Uhr losgezogen. Es war dunkel und nebelig, hatte am Sonntagnachmittag heftig geregnet. Ich folgte dem Pfeil, habe aber dann wohl einen übersehen, war noch nicht ausgeschlafen, kein Kaffee. grunz, grunz.


Bin einen Feldweg so ca. 4 km marschiert ohne Zeichen. Am Ende ging es nur nach rechts oder links. Ging zuerst ca. 400 m links um mich dann doch umzudrehen und in die andere Richtung zulaufen. Hatte gehört dass in der Ferne Autos sind. Gott Vertrauen. Da ist es wieder. Okay kann auch 1,5 Std. warten bis es hell wird. War die richtige Entscheidung. 1km später war ich auf einer Straße und hab auch die Zeichen wieder gesehen. So ging es oft an diesem Montag. Das Härteste aber kam noch zuerst 10 km auf einer hier sagen Sie Schotterpiste. sind Kieselsteine, Große, runde, ovale, eckige, dicke dünne, keine, lose, feste ich kann nicht gut darauf gehen. Danach nochmal 18 km es war die größte Herausforderung auf meinem Camino. Habe so überlegt welchen Part das in meinem Leben war, Habs aber noch nicht rausgefunden, war einfach nur müde, kaputt. Der Weg wollte kein Ende nehmen, Sonne, Gott sei Dank ab und zu ein Lüftchen nach insgesamt 44 oder 45 km dann doch noch angekommen in Religeus.


Heute früh um 6.15 wieder los. In der Herberge war es so laut, keine Chance zu schlafen. Bevor ich mich ärgere geh ich lieber meinen Weg. Bin aber dann wieder viel zu schnell gegangen, was mir meine Beine und Knien auch bestätigten. Ab morgen zwinge ich mich nur noch 5 km in der Stunde und mehr Pause.


Bin heute 26 km durchmarschiert und war um 10.45 Uhr in der Herberge. Hab mir ein 2Bettzimmer gegönnt. Wäsche waschen und Stadt erkunden. Bin heute in Leon. Viele historische Gebäude sind hier, aber ich gehe viel lieber in die kleinen engen verwinkelten Gassen. Hab mich dann an die Kathedrale gesetzt und das Eintrittsgeld für einen Roten genutzt. Hab mich dann dem Leben gefrönt.


Was Leckeres gegessen, noch einen Roten und die Menschen beobachtet. Gehe gleich nochmal los.

Muss was für meine Stimmung tun.


Morgen beginnt wieder ein neuer Tag.

Gruß Achim


Daheim...


07. September 2014


eine kleine Anekdote muss ich noch loswerden.


War gestern einkaufen und hatte Lust auf was Herzhaftes. Habe dann auch eine Nussmischung gefunden und habe gleich 2 Tüten von der einen und 2 Tüten von der andern Sorte gekauft. Zusätzlich Tachos und Chips. Dachte so bei mir, „kannst ja mitnehmen und zuhause hinlegen, dann haste mal was.


Wie bescheuert muss man sein, ich bin nicht zuhause und muss nun 1 kg mehr schleppen.


Ist der Weg doch mein Zuhause??

Gruß Achim


Ich seh den Sternenhimmel, Sternenhimmel ole


07. September 2014


hab mir gestern Abend das Gitarrenkonzert angehört, War was für die Seele, ganz okay. Habe viele Bekannte getroffen. Danach heim, also in das Kloster, habe mir eine Flasche Roten kaltgestellt, kurz noch ins Internet und dann den Roten draußen genießen. Beobachte einen Storch der hier auf dem Kloster sein Nest bezogen hat. Jan ein Deutscher setzt sich zu mir und wir unterhalten uns angeregt.


22 Uhr, die Schwestern kommen und zeigen uns die gelbe Karte, will heißen Bett geh Zeit. Wünsche jedem freundlich und bestimmt eine gute Nacht, checken ob Männlein und Weiblein getrennt sind. Mache meinen Rucksack fertig für morgen früh. Bei uns schläft schon alles im Saal. Es ist ein lautes Konzert zu hören, was aber nicht meinem Geschmack entspricht. So stopfe ich mir dann die Stöpsel in die Ohren und versuche zu schlafen. Es ist warm kein Fenster geöffnet. 5 Uhr stehe ich auf, mach mich fertig und gehe mit einer Deutschen, Julia los. Es ist so gewaltig unter dem Sternenfirmament zu wandern, ich könnte hüpfen vor Freude, nein, Julia ist da, und die kennt mich nicht, nicht das die die Männer mit der Weste die man auf dem Rücken zuknöpft ruft. Trotzdem, wir finden die Milchstraße. Es schießt mir durch den Kopf, "ich sehe den Sternenhimmel" schon verrückt, morgens um 6 Uhr. und ich habe nichts getrunken.

 
Wird das noch schlimmer? kann es ruhig, kennt mich ja keiner.


Meine Tochter schrieb mir ich soll ein Buch schreiben, also kann ich hier nicht so viel erzählen, vielleicht...
und wenn nicht, erzähle ich jedem den es interessiert mehr davon.


Achso, während ich hier saß und schrieb hat es geschüttet wie aus Eimern, nicht lange, aber genug um batsch nass zu sein. Habe schon gewusst, warum ich hier gestoppt habe. Und die Bedienungen sind sehr hübsche Schwestern, nicht mein Alter, trotzdem hübsch anzuschauen.


Heute ist Bergfest, habe 420 km hinter mir, leider schon. Muss mir einen über den Frust trinken fällt mir schwer.


Achso, heute 34 km gewandert in 6 Std. Hab mir mein Bier verdient.


In diesem Sinne, Euch allen außerhalb vom Camino, einen wunderschönen und inspirierenden Wochenanfang. Und denkt dran, es sind nur 5 lockere Tage

Achim


verschlafene Blasen


06. September 2014


bin also gestern noch in Fromista rum gelaufen und dann zum Quartier. Hab dort 2 Halbe getrunken und den Abend bei so manchen Gedanken ausklingen lassen. Um 21 Uhr ins Bett mit Ohrstöpsel. Hab ganz gut geschlafen bis heute Morgen die ersten um 5 Uhr losgewerkelt haben. Ist schon komisch wenn man als fast letzter aufsteht und die anderen losmarschieren sieht, bin trotzdem unglaublich ruhig geblieben. Dann um 6.40 Uhr schon an den Frühstückstisch und ordentlich gefrühstückt. In einer Müsli schale Kaffee con Lecha bekommen (hatte ich auch noch nicht), 2 mini Muffins, 3 Mini bugget, 1 mini chrossaint, Margarine und Marmelade und ein Glas O-saft. War lecker und so konnte ich gestärkt auf den Camino gehen. Kurz vor 7 Uhr, noch bisschen dunkel gestartet und festgestellt, geht gut. Am Ortsausgang mich kurz verfranzt, gleich gemerkt und dann weiter. Ist einfach ein großartiges Gefühl mit dem Sonnenaufgang unterwegs zu sein, Du wanderst wie die Sonne, immer unterwegs, manchmal sieht man einen nicht. Bin stehen geblieben um das Wunder der Natur zu erleben, wie aus dem Nichts der Tag beginnt. Dann weiter und nach 6 oder 7 km sind dann auch die Blasen wachgeworden. Hatten Gott sei Dank verschlafen, melden sich jetzt umso schmerzhafter. Die nächsten 300 Meter sind nicht so toll, komme aus meinem Rhythmus, versuche den Fuß zu schonen, belaste damit das andere Bein was mir mein Knie dann dankt. Okay Ihr Marathon und Trial Freaks, denke Ihr schmunzelt jetzt und denkt Du Weichei, bin ich dann auch mal für 5 Min. Dann geht es wieder im gewohnten Rhythmus weiter. Mache einen kleinen Umweg am Bach vorbei, anstatt auf der Straße zu laufen. Ist schöner und ich habe ja Zeit. Die letzten 6 km geht es leicht bergan auf einem Feldweg neben der Straße. Ich bin gut in der Zeit und der Himmel ist bedeckt. Denke wenn das so weiter geht könnte ich......nein mein Fuß meldet sich zurück und ich hatte ihm gestern versprochen, wenn er die 36 km mitmacht wird es morgen auch eine kleine Tour. Versprochen ist versprochen. Zudem kommt die Sonne jetzt raus, sodass mir der Entschluss heute nach 21 km Stopp zu machen leicht fällt. Bin um 10.50 Uhr hier in Carrion de los Condes gelandet und habe mich dann nach einer Herberge umgeschaut. Bin dann in der nagekommen wo ich von Anfang an hin wollte Espiritu Santo. Ist ein Kloster und als ich kam waren die Schwestern am sauber machen. Ich empfing mich und machte mir verständlich das ich im Innenhof noch warten müsse, da erst um 12 Uhr offen waere.11.45 Uhr war es dann soweit, in der Zwischenzeit hatte ich meine Sandalen angezogen und das Pflaster von der einen Blase entfernt. Zimmer bezogen, ist ein großer Saal, Männlein Weiblein schön getrennt. Meine Frage nach Internet wurde bejaht und ich grinste übers ganze Gesicht. Es gibt auch moderne Klöster, wobei hier auch "weltliche" sind. War dann in die Stadt um ein bisschen einzukaufen. Heute Abend gibt es um 19 Uhr ein Gitarren Konzert in der Kirche und das will ich mir anhören. Ansonsten ist waschen angesagt und Füße versorgen, wobei ich jetzt die eine Blase geöffnet habe, mal schauen wie es morgen wird. Morgen früh werde ich um 6 Uhr starten, da die ersten 18 km nichts gibt, weder Schatten noch ein Haus oder Baum, werde mich an dem Sonnenaufgang dann wieder erfreuen. Morgen habe ich dann auch Bergfest. Wie die Zeit vergeht...


Wünsche Euch allen ein schönes Wochenende
Achim


Immer noch unterwegs...


05. September 2014


gestern von Burgos rausgelaufen und noch 5 km Patrick wieder getroffen, sind bis ins nächste Dorf zusammen gelaufen. Er hat dann gefrühstückt, ich dann weiter. Nach 20 km musste ich Pause machen, hatte mir 2 Blasen am rechten Fuß gelaufen. Sch.... schmerzt ziemlich. Anhalten, trocken machen, Compeed Pflaster drauf und hoffen das es besser wird. hatte noch 11 km vor mir. Hat am Anfang höllisch geschmerzt und ich habe kurz gedacht ich komme nicht an, aber nur ganz kurz. Einfach weiter, sie sind jetzt nun mal da, also laufen wir zusammen, wohl oder übel. Um 13 Uhr und 30 km später am Ziel, schön Herberge, aber PC kaputt wie man mir erst später gesagt hat. Einmal geärgert und dann die Zeit genutzt zum Erholen und die nächsten Etappen im Buch nach zu lesen. Früh schlafen gegangen, super gut geschlafen und heute Morgen mit Schmerzen um 6.15 Weiter bin dann zu meinem ausgemachten Ziel gewandert, 30 km. Fest gestellt kein Internet. Ist erst 12 Uhr, bin also super in der Zeit, kleine Pause gemacht und weiter bin um 13.30 Uhr hier in Fromista angekommen, Internet hatte zu, erst jetzt ganz kurz aufgemacht, muss aber gleich schon wieder Schluss machen. Herberge ist okay, habe Frühstück gebucht, gibt es erst ab 7 Uhr, kann also nicht früher los. Morgen wird nur eine kleine Etappe gewandert 20 km, da von dem Zielort aus die nächsten 18 km nichts ist Außer Natur, kein Schatten nothing. Heute waren es 36 km mit 2 dicke Blasen.


Bis dann

Achim


Noch ganz kurz...


03. September 2014


bin um 18 Uhr in die Stadt gezogen um mir den Hut zu kaufen, hat auch geklappt, sehe bescheuert aus, aber es kennt mich ja keiner.

 
Gehe weiter um zu sehen wo ich eine Tapa Bar finde und was trinken kann, wer läuft mir vor die Füße?? Patrick. Patrick ist der Schwede der mit der Italienerin paar Tage unterwegs war. Er lud mich ein mit zukommen und ein Bier zu trinken, er sitzt noch mit "2 nice italy People there and trink beer".


Okay ich komme mit und wen sehe ich da, Giovanni der Italiener mit dem ich die letzten Tage ab und zu zusammen war und sein Bruder Marco. Es ist schon mysteriös was der Weg alles auf Lager hat. Wir haben bis jetzt zusammen gesessen und philosophiert (meinst ich wüsste jetzt wie das geschrieben wird, mit Nichten) über unsere Erlebnisse mit dem Weg, es ist unbeschreiblich, glaubt sowieso keiner, war absolut schön. haben uns dann verabschiedet, denn Giovanni und sein Bruder gehen morgen zurück nach Italien und Patrick der Schwede wandert auch weiter und vielleicht, nein ich bin überzeugt, treffen wir uns noch. Ich habe aber nicht vergessen Bilder von Ihnen zu machen, so hab ich endlich Gesichter zu den Namen.


Schlaft gut. ich muss jetzt schlafen gehen und freue mich schon auf morgen

Achim


Kurzes Intermezzo,


03. September 2014


nachdem ich gestern die Bier genossen hatte und auch noch ein Abendbrot welches mit Liebe und Hausfrauenart angerichtet wurde, bin ich glücklich und zufrieden in mein Bett gefallen. Habe sehr gut geschlafen bis um 5 Uhr. 6 Uhr dann aufstehen, fertigmachen und halbsieben Frühstücken. Frisches Schoko Croissant und selbstgebackener Kuchen(natürlich nicht von mir) und einer Tasse Kaffee con Lecha welches ich draußen im Freien zu mir genommen habe, so kann jeder Tag beginnen. Es war noch was dunkel, wurde aber schon langsam Hell und die Ruhe und natürlich noch warm dazu. 7 Uhr dann losmarschiert, wie ein kleiner Junge der sich auf die Schule oder Kindergarten freut. Ich hätte den ganzen Weg hüpfen können. Manchmal erschrecke ich vor mir selber. Aber vielleicht ist es ja genau das, nochmal Kind sein. Unbeschwert alle Dinge ausprobieren, ich bekam Gänsehaut bei diesen Gedanken.


Ein Kind macht einfach. Wenn es anfängt zu laufen, denkt es nicht, was passiert wenn ich hinfalle, wird es sehr wehtun, werde ich mir was brechen, oder, oder. Nein, es geht. Steht langsam auf positioniert sich und los. Der 1. Schritt und dann noch einer, dann plups, hingefallen, aufstehen und weiter, es hat Freude, es lacht und marschiert weiter, Spaß oder Freude haben an dem was man tut, manchmal ohne über die Folgen nachzudenken, oder die Konsequenzen in Kauf nehmen aber tun. Wenn Mann Erwachsen ist, dann berechnet man alles, macht es Sinn, bringt es was, kann was passieren, was kann passieren und bei all den Gedanken hat man schon viele, viele Chancen verpasst, und das größte ist auch noch, man beschwert sich, das ich nicht so viel Glücke habe. Ist schon seltsam, solche Gedanken auf meinem Weg.


Bin heute nur 25 km gewandert bis Burgos, Burgos ist eine Stadt mit 163000 Einwohnern und hat geschichtlich sehr viel zu bieten. Mache also hier Stopp, allerdings bei 34 Grad im Schatten habe ich auch nicht viel Lust auf Geschichte. War an der Kathedrale, wollte rein, dann ist mir ein Pastor nachgelaufen ob ich Eintritt bezahlt hätte, was ich verneinte. Muss ich. Sorry, ich gehe, hab ein anderes Verständnis für Hilfe, werde das Eintrittsgeld für Home of Smile ausgeben, denke da ist es besser angebracht. Ist meine persönliche Meinung. Jetzt ist es gleich 18 Uhr und die Geschäfte werden wieder öffnen und ich mal schauen ob ich noch einen Hut finde und natürlich den Abend Genießen bei einem guten Essen und was zu trinken. Morgen werde ich dann versuchen wieder 30 km zu gehen.


Ich kann nur schon so viel sagen, es war die beste Entscheidung mich auf den Weg zu machen.


Euch allen noch einen schönen Feierabend

Achim


Kaputt,


02. September 2014


hallo zusammen, heute ist wieder ein klasse Tag, ob es an den Cola Rot von gestern gelegen hat, bin wie gedopt.


Heute Morgen um 6.35 gestartet ohne Frühstück und jetzt um 12.30 Uhr und 32 km weiter bin ich in Santo Domingo de la Calzada gelandet. Es war einfach herrlich heute. Strahlend blauer Himmel, dunkel grüne Blatter an den Reben, die blauen Trauben, unbeschreiblich. Ich kann mich an der Natur nicht satt genug sehen.


Bin durchgelaufen, hatte nach 17 km eine Viertelstunde Pause bei einem Muffin und einem Kaffee con Lecha Milchkaffee, lecker. Und dann weiter. Es hat richtig Spaß gemacht. Werde gleich noch ein bisschen weiter ziehen, muss das ausnutzten.


Melde mich später wieder.

Achim


Es ist vollbracht


01. September 2014


hallo zusammen, heute ist wieder ein klasse Tag, ob es an den Cola Rot von gestern gelegen hat, bin wie gedopt.


Heute Morgen um 6.35 gestartet ohne Frühstück und jetzt um 12.30 Uhr und 32 km weiter bin ich in Santo Domingo de la Calzada gelandet. Es war einfach herrlich heute. Strahlend blauer Himmel, dunkel grüne Blatter an den Reben, die blauen Trauben, unbeschreiblich. Ich kann mich an der Natur nicht satt genug sehen.


Bin durchgelaufen, hatte nach 17 km eine Viertelstunde Pause bei einem Muffin und einem Kaffee con Lecha Milchkaffee, lecker. Und dann weiter. Es hat richtig Spaß gemacht. Werde gleich noch ein bisschen weiter ziehen, muss das ausnutzten.


Melde mich später wieder.

Achim


Es läuft...


01. September 2014


hallo zusammen, heute ist wieder ein klasse Tag, ob es an den Cola Rot von gestern gelegen hat, bin wie gedopt.


Heute Morgen um 6.35 gestartet ohne Frühstück und jetzt um 12.30 Uhr und 32 km weiter bin ich in Santo Domingo de la Calzada gelandet. Es war einfach herrlich heute. Strahlend blauer Himmel, dunkel grüne Blatter an den Reben, die blauen Trauben, unbeschreiblich. Ich kann mich an der Natur nicht satt genug sehen.


Bin durchgelaufen, hatte nach 17 km eine Viertelstunde Pause bei einem Muffin und einem Kaffee con Lecha Milchkaffee, lecker. Und dann weiter. Es hat richtig Spaß gemacht. Werde gleich noch ein bisschen weiter ziehen, muss das ausnutzten.


Melde mich später wieder.

Achim


Buen Camino,


31. August 2014


wünsche Euch allen einen guten Weg, egal wo Ihr gerade unterwegs seid.


Ich sitze hier an einem Pc der bedeutend langsamer ist wie ich. Andauernd hängt er und ich würde am liebsten..... doch er ist nicht meiner und ich bin froh und dankbar überhaupt eine Möglichkeit zu haben Euch allen von ganzem Herzen zu danken.


Ich habe verschiedene Post gesehen, kann nicht alle lesen, da ich sonst mein Ziel nicht erreiche, bei der Geschwindigkeit die der PC an den Tag legt. Also nicht böse sein wenn ich den einen oder anderen Post nicht geklickt habe.


Die letzten beiden Tage waren sehr unterschiedlich Gestern war alles super gut gelaufen, hat richtig Spaß gemacht, Hab s dann auch getan.


Niemand hinter mir und keiner vor mir. Ein unbeschreibliches Gefühl, wenn Du weißt Du tust es jetzt. Hab meinen Rucksack enger geschnallt und bin dann so 500 Meter gejoggt. Saugeil!!! Die Knie haben zwar wehgetan, aber eine klasse Erfahrung. Nein ich habe keinen Sonnenstich, aber der Gedanke ist mir ja schon lange im Kopf rumgeflogen. Insgesamt gestern 32 km in 6Std. ganz ordentlich. Gestern Abend ein Luxus gehabt, habe ein Einzelzimmer mir gegönnt. Über welche ach so selbstverständliche Dinge man sich freuen kann. Ich habe es genossen. Dazu noch eine Flasche Rioja getrunken auf der Terrasse vor meinem Zimmer. Heute Morgen um 6.30 Uhr gestartet, sollte nicht mein Tag werden. Musste schon direkt 3x stehen bleiben und die Schuhe binden, hab überall Schmerzen und heute meldete sich auch noch zu allem Überfluss der Rücken. Obwohl der Rucksack nicht schwerer war als die Tage zuvor, ich hab ihn heute nicht richtig eingestellt bekommen. Hatte Glücke mit dem Wetter, es war wieder bedeckt, um 8.30 Uhr 20 Grad kühl, herrliche Bedingungen zum Laufen. Hab mich heute mehr geschleppt als gelaufen. Versucht nicht an die Wehwehchen zu Denken und weiter. Irgendwann bekommt man immer die Quittung. Hier in Ventosa im Rioja Weinanbaugebiet angekommen nach 29 km in 5 1/4 Std. war dann auch okay. Wollte noch 10 km weiter, doch als der Gedanke aufkam, haben sich alle meine Glieder gemeldet und fürchterlich wehgetan, so dass die Entscheidung hier zu bleiben sehr leicht gefallen ist. Morgen ist ja auch noch ein Tag.

 

Wünsche Euch allen einen Supertollen Start in die neue Woche, und denkt dran in 5 Tagen ist schon wieder Wochenende

Achim


Hallo meine lieben Freunde...


29. August 2014


zuallererst einmal ein ganz, ganz dickes Lob an Euch alle, auch im Namen der Kinder.


Leider kann ich nicht alle Postet lesen. Hier ist das Problem an einen PC zu kommen. In jeder Herberge hat man freies Wang, aber einen Pc nur ganz ganz selten. Deswegen bitte nicht böse sein wenn ich den einen oder anderen Post nicht beantwortet habe. ich versuche die Zeit die mir am PC bleibt zu nutzen um Euch immer mal eine kleine Anekdote zu liefern. Davon habe ich in der kurzen Zeit schon einige.


Gestern war es gnadenlos heiß, kaum Schatten und die letzten 10 km überhaupt keinen mehr. War in der Sonne locker über 45 Grad in der Mittagszeit. Weit und breit kein Pilger zu sehen, nur der Schatten von dem einen, meinen:) waren gestern auch wieder über 30km.


Heute Morgen um 6 Uhr aufgestanden, an Schlaf war nicht mehr zu denken, 4 Leute im Zimmer sind sich schon am fertig machen oder schon gegangen. Es gab kein Frühstück und ich war noch total verpennt als ich um 6.30 Uhr im Dunkeln los bin. Bin mehr geschlichen als gegangen. So 10 oder 15 min. später hab ich dann Licht vor mir gesehen und mein Tempo angezogen. Deren Licht kann ja auch meins sein. Kurze Zeit später haben wir uns bekannt gemacht, war immer noch dunkel. Es war ein Ehepaar aus Amerika. Die Frau konnte nicht so schnell gehen und deshalb sind Sie schon mit Stirnlampen losgezogen. Einige Zeit später und in unser Gespräch vertieft, sind wir auf eine Anhöhe angekommen von wo aus man noch mal einen schönen Blick zurück hatte auf das Dorf in dem wir genächtigt hatten. Ich habe ein Bild geknipst und die tolle Stimmung eingefangen mit den Lichtern und so. Meine Begleiter sind schon mal weiter gelaufen. Als ich die Kamera weggesteckt hatte, dachte ich, hast du eigentlich alles dabei? Meine Hände haben alle Taschen abgefühlt. Die rechte Gesäßtasche, in der normalerweise der Geldbeutel drin ist, ist leer. Sch..... Der Geldbeutel schläft noch in aller Ruhe unter dem Kopfkissen auf meinem Bett. Der Hat s gut. Okay, die ca. 2.5 oder 3 km wieder zurücklaufen, wird ja auch schon langsam hell. Hab mich dann einmal fürchterlich geärgert und wollte losmarschieren, da klingelte mein Telefon. Folgender Dialog ich melde mich mit FUCHS. andere Seite in Deutsch „ist da Achim Fuchs. Ich JAaaa, andere Seite „vermisst du was" ich "jaaaaa, meinen Geldbeutel", andere Seite "den halte ich in meiner Hand, willst Du den haben? Ich " wäre schön wenn das klappen würde.


Es waren 2 deutsche Studenten und die Herbergsmutter hat ihnen den Geldbeutel gegeben, da sie alles lesen konnte. hatte ja meine Home of Smile Visitenkarte drin und so hatten sie auch meine Nr. Ich bin dann zurück gelaufen und alle Pilger die mir entgegenkamen, waren überrascht dass ich schon so früh an meinem nächsten Ziel bin. außer 2 oder 3 die mich aus der Herberge kannten. Am Ortseingang habe ich dann die zwei getroffen und dann sind wir zusammen gelaufen bis zur nächsten Kaffeestation die 6,6 Kilometer weiter war. Natürlich habe ich ihnen Finderlohn gegeben. Hab halt eben 5 oder 6 Kilometer zum Warmlaufen gebraucht. Erkenntnis des Tages: Nicht ohne Kaffee aus dem Haus.


Wünsche Euch allen ein Super tolles Wochenende. Ihr habt es Euch verdient.


Bis zum nächsten PC

Achim


Noch was,


27. August 2014


verzeiht mir die Rechtschreibung und Satzbau, hab geschrieben wie mir der Schnabel gewachsen ist, merkt man ja. Der Rote ruft!


Gruß Achim


Hallo meine lieben Mitpilger...               


27. August 2014


ich kann natürlich nicht jeden Tag so Romane schreiben, aber die eine oder andere Anekdote muss sein. Auf so einem Weg kommt man ja auf die tollsten Ideen.


Gestern noch in der Pilgermesse in Roncesvalles gewesen, wunderschön, mit anschließendem Pilgersegen. Jetzt bin ich auch für Spanien zugelassen. Nein Spaß beiseite, war wirklich bewegend. waren so 100 bis 150 Pilger und Touristen dort. Anschliessend heim mein Abendessen und den Roten Genießen. Hoffentlich werde ich kein Alkoholiker auf der Tour. Schmeckt aber nach so einem Tag wirklich gut.


Heute Morgen 7 Uhr Start. Heute wieder bekloppt gespielt war um 14.45Uhr in Pamplona was 35 km weiter ist. habe unterwegs Knieschmerzen bekommen, an der linken Ferse auf der linken Seite der Muskel oder die Sehne schmerzt wie S.. und meine linke Gesäß hälfte auch. Hab dann mich erinnert das Silvester Stalone neulich erzählt hat das er mit seinen kaputten Knochen immer spricht, dachte mir muss ja nicht warten bis die kaputt sind kann ja jetzt schon mal anfangen. Das Gesäß hat auch recht schnell gehört, aber die Ferse wollte nicht. Erst als ich ihr versprochen hatte sie bei Ankunft ordentlich zu massieren und einzucremen hat sie wenigsten zeitweise aufgehört. die ersten 15 km liefen gut in 3 Std, dann hab ich ein bisschen schlapp gemacht. hab um 12 eine Pause gemacht und dann eine Banane und ein Body&Brain genommen, ist was mit Vitaminen und Mineralien. ungefähr 5 bis 10 Minuten später bin ich los gelaufen, ich war nicht mehr schlapp, ich bin gerannt wie der im Film, komme nicht auf den Titel, habe aber müssen direkt daran denken. selbst einen sehr sehr steilen Hang hoch hab ich die Leute überholt, Temperateuren 30 Grad aufwärts. Ich war nur noch am Laufen, die anderen halten mich bestimmt für verrückt, bin aber wirklich fast gerannt. Natürlich hat alles wehgetan aber ich hab mir ein Ziel gesetzt. 35 km und Pamplona, warum, das erzähle ich wenn ich zuhause bin. Hab vergessen den poppes einzucremen und den bei der Hitze wundgelaufen, sitzt sich jetzt wie auf rohen Eiern, nein nicht was ihr denkt .Bin in Pamplona im einzigen Internet Café in nur Stadt von keine Ahnung 35000 Einwohner oder mehr. Für heute genug, muss mich wirklich erholen, da ich auch heute gezeigt bekommen habe, wie es von der einen auf die andere Sekunde vorbei sein kann wenn Du nicht aufpasst. Ist halt kein Spaziergang.

 

Setzt mich jetzt noch raus bei einen Roten und genieß die 25 Grad noch, wünsch Euch noch eine schön Restwoche, hab es ja auch bald geschafft.


Achim


Noch ganz kurz...                              


26. August 2014


aber das muss ich noch loswerden.

 

An das X-Sport Team in Kastellaun,

 

hier habt einen Super Job gemacht bei meinem Kauf von den Schuhen, hab absolut keine Schmerzen oder sonst was, den Rucksack spüre ich kaum, bei den Socken war ich skeptisch, aber auch da, nie mehr ohne Wandersocken wandern. Den Regenjacken kann ich noch nicht bewerten, hoffe auch das ich nicht dazu kommen muss, bin aber überzeugt das er auch hält was Du Frank mir versprochen hast. Spaß muss sein. Ich war vorher in vielen "Fachgeschäften, Krumholz, Globetrotter um einige zu nennen. Bei Euch habe ich gemerkt, Ihr macht dass auch selber den Sport für was Ihr die Sachen verkauft.
Dickes Lob an Euch. Leute Fahrt nach Kastellaun wenn Ihr Sportsachen braucht, da wird Euch geholfen. Auch ein Umweg lohnt.


Das musste mal gesagt werden und ich hoffe die Schuhe machen den ganzen Weg mit.

 

Liebe Grüße an Euch

Achim


Fazit von gestern...                             


26. August 2014

Bin noch weit weg von mir.

 

Heute dann losmarschiert. 10 Min. später, das Shirt ist schon zum auswringen. Am Anfang sehe ich in der Weite mehrere Pilger. Laufe los. Im wahrsten Sinne. bin erschreckt über mich, soll ich langsamer gehen, nein, es läuft doch, Du bist doch erst am Anfang, brems Dich. Zwiegespräche über die ich schmunzeln muss. Den ersten Wanderer überholt, machte eine Pause, ist schon um 5.30 vor Saint Jean los marschiert. Alle Achtung, sein Shirt, batsch nass. Ich marschiere weiter, jetzt geht es wirklich sehr steil bergan, ich gehe mein Tempo. Es ist unbeschreiblich. der Morgennebel im Tal, die aufgegangene Sonne, diese Ruhe. Ich sauge sie in mich auf. Ich explodiere förmlich vor Emotionen, kenne ich gar nicht bei mir, aber diese Natur und die Stille..... unterbrochen wird sie nur von den Pilgergruppen vor mir. Ich entwickele einen Drang, trotz des steilen Anstiegs schneller zu gehen um an Ihnen vorbei zu kommen und wieder die Stille zu genießen. Ich kann es nicht in Worte fassen. Oder doch? Ich bin bekloppt. Das schaffst Du nie bei dem Tempo, es macht innerlich Spaß, unglaublich. Immer wieder genieße ich die Stille und die Landschaft. Hab mittlerweile schon einige überholt. Die denken auch der ist bekloppt, Recht haben sie. Es ist eine positive Beklopptheit die mich antreibt. Unglaublich, zwischendurch, wenn es nicht mehr so steil angeht, denke ich, ich könnte ja ein Stück laufen. Ich erschrecke vor mir. mein Rucksack hat mehr wie 10kg und dann so Gedanken, wie abgefahren bin ich. Aber es macht Spaß. !0 Uhr und 10km weiter, ich habe trotz den steilen Anstieg einen 5km Schnitt. Woow.


Oben auf 1400 Meter angekommen, einfach gigantisch. Diese Weite, diese Ruhe, (habe alle überholt, nur 2 Pilger sitzen dort und machen Picknick. Ich gehe weiter. Jetzt kommt die Härte. Anstatt die Straße nach zugehen, was bergab viel bequemer wäre, nehme ich Trottel den steilen Waldweg wo jeder Reiseführer abrät. Special for Greenhorn. Und das bin ich!! Habe die ersten paar Hundert Meter fürchterlich geflucht über mich, so dass ich meinen Freund oben förmlich lachen gehört habe über meine Dummheit. Er hat bestimmt gesagt" Achim nimm den leichteren Weg Du brauchst noch Deine Kraft. War zu leise, hab es nicht gehört. Wieder ein Zeichen, bin noch weit weg. Dieser Weg hatte einen wunderschönen Vorteil, ich war alleine.

Keiner ist den Weg gegangen.


In Ronvescalles angekommen um 12Uhr nach 22 km. Bin als erstes in die Kneipe mit Rucksack auf dem Buckel und habe mir ein großes Bier bestellt. Mein Gott war das lecker. Der Wirt hat ganz verdutzt geguckt, scheint nicht so oft vorzukommen. Da habe ich auch meine erste Pause gemacht. Meine Gedanken sagen mir hier bleibst Du nicht, das wird wieder voll. 2 Transit Busse mit Rucksäcken sind schon da, wandert sich ja auch leichter.


Habe aber auch viele ältere Wanderer getroffen, mit alter meine ich, über meinem Alter finde das toll und hab Ihnen auch oft meine Bewunderung ausgesprochen, so gut das ging. Da ich nur gebrochen englisch rede und einige Franzosen und Spanier unterwegs waren, habe ich mich international mit Händen und Füssen unterhalten. Sie haben geschmunzelt. Auch viele junge Menschen sind unterwegs. Allen Anschein nach sind viele Leute unterwegs und suchen nach was. Ich ja auch .


Hab mich dann entschlossen, noch mal 7 Kilometer obendrauf zupacken.


So ist er halt, der Fuchs. Hat sich nach dem Bier gerächt, ging nicht mehr so schnell. Bin um keine Ahnung 15 Uhr hier in Espniel angekommen, super Unterkunft mit toller Dusche, die ich ausgiebig genutzt habe, schließlich bin ich der erste hier. Umgezogen, die Füße eingeschmiert. Heute Abend mit dem Auto zurück nach Roncescalles oder so in die Pilgermesse um 20 Uhr, will den spanischen Segen bekommen das ich hier weiterlaufen darf, und dann zurück in die Unterkunft zum Pilgermenue, hoffentlich mit einem Roten freu mich schon so. Dann heißt es "Leben wie Gott in Spanien". Hab ihm schon paarmal gedankt dass er es so gut meint mit mir. Fazit des Tages; Beklopptsein macht Spaß!!


In diesem Sinne, morgen früh um ca. 7 Uhr freu ich mich auf meinen Camino. Versuche noch paar Bilder zu laden, weiß aber nicht ob das geht. Der PC spricht nur Spanisch, blödes Ding.
Wünsch Euch allen eine schöne Woche

 

Gruß Achim


Ich bin unterwegs...                           


26. August 2014


Hallo zusammen,

Gestern 4 Uhr aufstehen zum Flieger, Angst ob ich alles mitnehmen darf, Creme usw. und ob Rucksack auch als Handgepäck durchgeht. Nachdem ich dann auch noch die Schuhe ausgezogen habe und sie alles Erdenkliche untersucht haben, okay habe vorher nicht in den Spiegel geschaut, muss wohl schlimm ausgesehen haben. Dann ging alles durch. In London 4 Std. Aufenthalt verbracht mit schlafen und Menschen beobachten. Dann weiter nach Biaritz. Leider kamen wir dort später an, so dass mein Zug weg war, also wieder Zeit. Bin mit dem Bus nach Bayonne zum Bahnhof um dort 2 weitere Stunden zu verbringen. Mittlerweile siehst Du überall Menschen mit Rucksäcke, was machen die alle, wollen doch wohl nicht zum Camino ist doch keine Turi Veranstaltung. Es kam noch besser. Zug kam, alles voll mit Rucksacktouristen. An der Zahl ca. 50. halbe Std. Zugfahrt, dann umsteigen in den Bus. 50 Sitzer Rappel voll. Im Zug saßen mir 2 ältere Damen gegenüber. Die eine sprach sehr gut Französisch. Beide waren Deutsche. Sie suchte direkt einen Gesprächspartner dem Sie ihr gutes Französisch unterjubeln musste. Sie hatte alles im Blick. Sie war auch als erste im Bus, wie weiß ich nicht. Ist auch egal, aber diese kleine Geschichte hat mir den Spiegel vorgehalten, das ich wieder bewerte Unterwegs habe ich mir Gedanken gemacht was mach ich wir kommen erst um halb acht in saint Jean an, ist vielleicht schon zu spät. Irgendwann unterbrach mich mein Sitznachbar und begann Small Talk. Er war aus Washington DC und wollte wie ich den ganzen Camino gehen, allerdings 3 Tage kürzer. In Saint Jean angekommen ging der Run los.


Jeder hetzte los um als erster ein Zimmer oder Stempel zu bekommen. Meine Entscheidung hat das erleichtert. Bin eine halbe Stunde durch den Ort gegangen, 3 Bananen und Wasser gekauft und dann ging es los. Zumindest 5 km wollte ich noch gehen nach Hunto. War schon nach 8 Uhr.


Um 9 Uhr bin ich angekommen in Hunto, es war einfach g.... diese 5 Kilometer. Was für ein Geschenk der Natur und welcher Empfang für mich. Es war noch ca. 20 Grad warm und dann die Sonne am untergehen.
Eine Stille, es war einfach unbeschreiblich. Dort angekommen waren die anderen am Abendessen. Ich wurde freundlich in Empfang genommen, hatte ein Zimmer fuer mich allein, zumindest dachte ich das. Bin dann duschen, okay waschen, da die Dusche nach einer halben Stunde meine Haare immer noch nicht nass gemacht hat. Dann zum Abendessen mit einen halben Liter Rotwein. Ein Leben wie Gott in Frankreich. Welch ein gelungener Auftakt. Habe meinem Begleiter natürlich zutiefst. gedankt. Im Zimmer angekommen, Bett fertig gemacht, klopft es und herein kam mein Amerikanischer Sitznachbar aus dem Bus. Er erzählt dass es zu voll wie in Saint Jean und so er sich auch auf den Weg gemacht hat und um 22 Uhr ankam. Wir haben noch ein bisschen gequatscht und dann geschlafen.


6.45 Uhr wach geworden, aufgestanden 7.15 zum Frühstücke und 7.45 Uhr los. In der Zwischenzeit den Sonnenaufgang in den Bergen erlebt und schon viele die vor uns gegangen sind verabschiedet.


Muss jetzt hier Schluss machen, da das Internet 1 Euro kostet und nur 1 Euro Stücke nimmt ich aber keine mehr habe. Versuche heute Abend mich noch zu melden. Heute war ein gigantischer Tag, das kann ich schon mal verraten.


Bis dann
Achim


Es geht los                                      


24. August 2014


So meine lieben Freunde und Förderer und die, die es mal werden wollen, morgen früh wird´s ernst. Hab bestimmt 1000 Sachen vergessen. Bekomme jetzt doch ein bisschen Sch...ähh Lampenfieber, will mich ja nicht blamieren.Und doch kann ich nur gewinnen, egal wie weit ich es schaffe.


Hab mir schon ein großes Ziel gesteckt. Immerhin will ich 800 Menschen begeistern, jeden Kilometer mit 5 € zu unterstützen. Bin gespannt wie ein Flitzebogen. Ich werde erst in Santiago del Compostella schauen und informiert werden, wie viel zusammen gekommen ist.

 

Ich vertraue auf meinen Freund der immer bei mir ist. Er wird mich schieben, er wird mich halten, er wird mich trösten, er wird mir Mut machen und er ist mein treuer Wegbegleiter. Mit diesem Gott Vertrauen bin ich dann mal weg.

 

Danke an das Home of Smile Team für die tolle Unterstützung.


Danke an Euch alle für Eure Unterstützung.

Die Kinder haben es verdient!

Achim


Kleine Runde                                    


24. August 2014


Heute nochmal eine kleine Runde gedreht. Knappe 20 km von 10.15 Uhr bis 13.45Uhr. Beltheim, Karrenweg, Braunshorn, Ebschied, Hollnich, Gödenroth, Roth, Beltheim. Oft quer Feld ein. Hat uns beiden Spaß gemacht. So jetzt noch fertig packen und noch ein paar Dinge erledigen, dann, morgenfrüh ready for take off

 

Gruß Achim


4. Trainingstag                                 


18. August 2014


Hallo zusammen,

gestern hatte ich mein 4. Training. Ich habe eine 180 Grad Wanderung um meinen Wohnort gemacht. Von Beltheim Richtung Frankweiler, Karrenweg nach Lingerhahn, Hausbay und wieder Lingerhahn, über den Radweg nach Kastellaun und über Roth nach Beltheim. Es waren 27 km mit 8,5kg Gepäck von 8 Uhr bis 12.45Uhr.
Zwischendurch mal paar Wehwehchen, sonst sehr schön. Habe meinen Ort immer mal von einer anderen Seite fotografiert. Heute in einer Woche geht´s los. Hab noch einiges zu richten.


bis dann
Achim


3. Trainingseinheit                            


11. August 2014


Heute 3. Trainingseinheit. 12.10 Uhr Abmarsch Stolzenfels am Rhein nach Alken. Ist die 1. Etappe vom Mosel Camino von Koblenz nach Trier.15.45 Uhr, 18 km später Ankunft in Alken Café Burg. Nach der Kalorienbombe geht es weiter der Straße nach hinauf auf den Hunsrück nach Nörtershausen 1Std.20min. für die 7 km bergauf. Bin stolz auf mich. Ist ja erst Training. Ob das süchtig macht? Auf jeden Fall viele tolle Ausblicke.


Bis dann
Achim


Zweites Training                                


10. August 2014


Hallo, heute meine 2. Übungseinheit gemeistert. Los Gings um 08.10 Uhr von Treis an der Mosel nach Hause. Normalerweise 20 km, habe kleine Umwege gemacht. Von Mannebach zur Junkersmühle, entlang am Deimerbach (hoffe das stimmt) und dann der Straße nach, nach Hause.


War noch ein bisschen mehr auf und ab. Habe überall Muskelkater, wenn ich sitze, komme ich kaum hoch, wie ein alter Mann halt. Bin trotzdem happy, hat gute Laune gemacht, wenn auch manchmal mit Wehwehchen. Ach so, waren 25 km in 5 Std. Morgen dritte Einheit, wenn ich mich noch bewegen kann.

 

Hahaha hör Euch schon Lachen.

 

Bis dann

Achim


Mein erstes Training                          


09. August 2014


Hallo zusammen, heute erstes Training mit Rucksack, 8 kg und 27 km von Beltheim nach Brodenbach. In Burgen nein nicht an der Mosel lang sondern wieder hoch auf den Hunsbuckel. Nach 5 Std. ohne Pause happy und erschöpft angekommen. Work hard have fun. JA hat Spaß gemacht und jetzt kenne ich Knochen und Muskeln, von denen ich vorher noch Garnichts wusste.


Morgen geht es weiter. Heute Abend noch 2 oder 3 Bier und den Abend genießen.


Fast vergessen, hatte heute ein schönes Erlebnis: Nach ca. 4 km wandern, treffe ich auf eine Gruppe Mädels die den Junggesellenabschied feiern. Sollte bei der zukünftigen was in einer Fremdsprache aufs T-Shirt schreiben. Natürlich Kisuaheli. So ins Gespräch gekommen, erzählte ich warum ich gerade marschiere und von unserem Verein. Die Mädels zückten ohne Vorwarnung ihre Geldbörse und spendeten 10 Euro. Ich war so überrascht, das ich vergessen habe ein Foto zumachen. Hab vergessen dass ich mit dem Handy fotografieren kann. Naja, ihr wisst ja, alter Mann ist vergesslich. Habe lange über diese schöne Begegnung geschmunzelt. Was einem nicht so alles im Wald passiert. Die Mädels, solltet Ihr das hier lesen, würde ich mich freuen wenn Ihr mir ein Foto schickt. Freu mich schon auf morgen.


schönes Wochenende

Achim