Beltheimer will in Kenia Waisenhaus bauen

Rhein-Zeitung vom 26.09.2014, Seite 23 / Lokal

 

Nächstenliebe Achim Fuchs will 25 Kindern ein sicheres zu Hause geben.
Alles begann mit der Übernahme einer Patenschaft für Jane, ein Aids-krankes Waisenkind in Kenia, die Achim Fuchs aus Beltheim übernommen hatte. Das war im Januar 2013. Zwei Reisen zur Unterstützung von karitativen Projekten in die kenianische Metropole Nairobi haben Fuchs dann so beeindruckt, dass er beschloss, einen eigenen Verein zu gründen und in Kenia ein Kinderheim zu bauen.

Um Strategien zur Realisierung seines ehrgeizigen Projekts zu erkunden, konkrete Pläne zu schmieden, sein eigenes Ich zu finden und letztendlich auch Spenden zu sammeln, hat sich der 56-Jährige -  quasi als Vorlauf -  Ende August auf einen 800 Kilometer langen Marsch auf dem spanischen Jakobsweg von den Pyrenäen bis nach Santiago de Compostela gemacht.

 


Das Engagement von Fuchs für Afrika begann vor gut zwei Jahren. Nachdem er sich intensiv mit dem Schicksal der Aids-Waisen in Kenia informiert hatte, wollte Fuchs mehr tun, als monatlich 30 Euro auf ein Konto überweisen. Im Juli 2013 flog er mit seiner Tochter Céline nach Kenia, um sich selbst ein Bild von der Situation dort zu machen. Vier Koffer voll Spenden hatten die beiden in ihrem Gepäck.

Die Herzlichkeit der Menschen und die fürchterlichen Lebensbedingungen vieler Kinder veranlassten Fuchs im Dezember 2013, erneut für zwei Monate nach Kenia zu fliegen. Als Maurer, Installateur und Fliesenleger beteiligte er sich am Bau für ein Kinderheim. 12 Mädchen und 11 Jungen im Alter zwischen 7 und 16 Jahren sollten hier eine neue Heimat finden. Hier konnte Fuchs hautnah miterleben, wie wichtig es für Kinder ist, in behüteten und geordneten Strukturen aufzuwachsen, Liebe, Geborgenheit und Schutz zu erfahren.

Tief geprägt von all den Eindrücken und Erlebnissen beschloss Fuchs nach seiner Rückkehr, sich noch stärker zu engagieren. Der Teamleiter und Betriebsrat bei Amazon in Koblenz sprach mit seiner Familie, mit Nachbarn, Kollegen und Freunden und fand allgemeine Zustimmung.

Es folgte die Gründung des Vereins " Home of Smile" . Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Unterstützung von völlig verarmten, auf der Straße lebenden oder in fürchterlichen Verschlägen lebenden Kindern, deren Eltern an Krankheiten wie Malaria, Tuberkulose oder Aids gestorben sind. Häufig sind diese Waisenkinder völlig auf sich gestellt, vergessen von der Gesellschaft, alleine gelassen, wie Sklaven ausgebeutet und missbraucht.

" Home of Smile" , als gemeinnützig anerkannt, will 25 Kindern ein Zuhause geben, in dem sie geliebt werden, Geborgenheit und Schutz erfahren. Sie sollen eine Schulausbildung erhalten, entsprechend ihrer Talente und Fähigkeiten gefördert werden und die Voraussetzung erhalten, als Erwachsene nach Berufsausbildung oder Studium ein eigen- und selbstbestimmtes Leben zu führen.

Um diese ehrgeizigen Ziele zu verfolgen, braucht Fuchs Spender und Sponsoren. Den Jakobsweg hat Fuchs zum " Spendenweg"  umfunktioniert. Er möchte seine aus allen Ländern kommenden Mitwanderer auf sein Projekt aufmerksam machen. Nach dem Vorbild des Spendenlaufs sucht Fuchs Sponsoren, die ihn für jeden Kilometer entlohnen. Das Geld fließt natürlich komplett in die große Kasse von " Home of Smile" . Anfang Oktober wird Fuchs Santiago de Compostela erreicht haben. Das ist aber nur ein Etappenziel. Bis das Waisenhaus in Kenia fertig ist, ist es noch ein weiter Weg.

Quelle    Rhein-Zeitung vom 26.09.2014, Seite 23
Ressort    Lokal
Dokumentnummer    FEB05EE8958635DCE1F7B16C8A112280-COCHEM

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