"Hilfe für Waisenkinder in Kenia"

Hans-Joachim Fuchs und seine Tochter besuchen ein Waisenhaus in Kenia und erleben eine spannende Zeit, die Spuren hinterließ.

Beltheim. Seit Januar ist Hans-Joachim Fuchs aus Beltheim Pate der kleinen Jane, einer Aids-Waisen aus Kenia. Statt jedoch "nur" zu spenden, wollte er sich selbst ein Bild von der Lage machen und flog daher im Juli mit seiner Tochter nach Kenia um das Josephine Wambui Waisenhaus in Kimweas, in dem Jane und ihr Bruder leben, zu besuchen. Im Gepäck hatte er allerlei Spenden von großzügigen Vereinen und Firmen.

So sollte jedes der 23 Heimkinder ein paar Schuhe und neue Jeans bekommen, und auch ein Laptop für die Kommunikation mit Deutschland sowie eine Kamera waren dabei.
 
Der Aufenthalt war dann sowohl für Fuchs als auch für seine Tochter Céline sehr spannend und hinterließ tiefe Spuren. Besonders beeindruckt waren sie von der Herzlichkeit der Kinder, die nach anfänglicher Scheu keine Barriere kannten und sie schnell in den Heimablauf integrierten. Das Essen, dessen Hauptbestandteil in jeder Mahlzeit Mais war und der süße Tee waen zwar eine Umstellung, doch das war angesichts der strahlenden Kinder, die dort im Waisenhaus genug zu essen bekommen, schnell vergessen.
 
Der Aufenthalt habe ihm gezeigt, so Fuchs, mit wie wenig man glücklich sein kann. Seine Sichtweise hat sich verändert, daher hat er sich entschlossen, mit dem Verein "Orphan`s Hope and Life" von Deutschland aus weiter zu helfen. Seinen nächsten Besuch hat er auch bereits geplant. Am 13. Dezember wird er wieder nach Kenia fliegen und diesmal nicht nur zwei Wochen, sondern zwei Monate dortbleiben, um beim Bau eines Jungenhauses mit anzupacken.
 
Der Verein "Orphan`s Hope and Life" mit Geschäftsstelle in Idar-Oberstein wurde im Jahr 2010 von Dr. Peter Ngari im Gedenken an seine Mutter, die sich bis ins hohe Alter hinein um Waisen- und Straßenkinder kümmerte, gegründet und ist der Träger des Josephine Wambui Waisenhauses. Monatlich wird Geld nach Kenia überwiesen, um die laufenden Kosten zu decken und die finanzielle Versorgung des Heims sicherzustellen. Um diese stetige Finanzierung zu garantieren, ist der Verein immer auf der Suche nach Paten und Spendern, die die Arbeit unterstützen möchten.
 
Schon für 30 Euro im Monat kann jeder Pate für ein Waisenkind werden und den Kauf von Schulsachen, Medikamenten, Kleidung und Lebensmittel ermöglichen. Zudem kann die Betreuung der 23 Kinder, um die sich zurzeit eine Heimleiterin, zwei Betreuerinnen, ein Koch, eine Lehrerin, ein Farmer und ein Wachmann Kümmern, damit sichergestellt werden.
 
Auch einmalige Spenden helfen, da beispielsweise zwei der Kinder mit HIV infiziert sind und eine besondere ärztliche Behandlung benötigen. Mit 15 Euro kann hier ein Arztbesuch bezahlt werden, und 40 Euro tragen zur Deckung der Schulgelder bei.

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